Die Leipziger Baumwollspinnerei zählt zu den bedeutendsten Kunststandorten Deutschlands. Das weitläufige Fabrikgelände im Westen Leipzigs beherbergt seit den 1990er Jahren Ateliers, Galerien und Kunstinstitutionen, die den Ruf der Stadt als Kunstmetropole mitgeprägt haben. Zweimal im Jahr – im Frühjahr und im Herbst – laden die Spinnereigalerien zum gemeinsamen Rundgang ein und machen das Gelände für ein breites Publikum zugänglich.
Beim Frühjahrsrundgang 2026 zeigen etablierte Galerien wie EIGEN + ART, Galerie Jochen Hempel und Galerie Kleindienst neue Einzel- und Gruppenausstellungen. Galerie Jochen Hempel präsentiert Werke von Imi Knoebel, EIGEN + ART zeigt Arbeiten von Igor Hosnedl. In der Galerie The Grass Is Greener treffen acht künstlerische Handschriften aufeinander, darunter Werke von Matthias Weischer und Marcel Walldorf. Thaler Originalgrafik versammelt sieben Künstler:innen, darunter Christoph Ruckhäberle und Christine Ebersbach.
In der HALLE 14, dem Zentrum für zeitgenössische Kunst auf dem Gelände, läuft die internationale Gruppenausstellung „Botenstoffe“ sowie die Ausstellung „Das Gedächtnis der Steine“ von Margret Hoppe und Karoline Mueller-Stahl über jüdische Geschichte und deutsche Besatzung in Thessaloniki. Ergänzt wird das Programm durch „14 PRESENTS 14 – Best Book Design from all over the World 2026”. In der Werkschau Halle 12 zeigt VNGart die Ausstellung „Present Collective II“.
Der Rundgang lädt dazu ein, das weitläufige Gelände in eigenem Tempo zu erkunden – zwischen Backsteinfassaden, Innenhöfen und Ausstellungsräumen, die einst Industriehallen waren.