Frida Kahlo zählt zu den bedeutendsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. Ihre farbenfrohen Werke und unverwechselbaren Selbstbildnisse spiegeln ein Leben voller Schmerz, Leidenschaft und unerschütterlichem Lebenswillen wider. Nach einem schweren Unfall ans Bett gefesselt, begann sie zu malen und schuf dabei eine Bildsprache, die bis heute die Kunstwelt, Mode und Popkultur beeinflusst. Die mexikanische Regierung stufte ihre Bilder offiziell zum "nationalen Kulturgut" ein.
Das Kunstkraftwerk Leipzig, seit 2016 Deutschlands erstes digitales Kunstzentrum, widmet der Künstlerin nun eine multimediale Schau. Herzstück ist die 360-Grad-Projektion in der monumentalen Maschinenhalle. Besuchende betreten die Casa Azul in Coyoacán, jenes blaue Haus in Mexiko-Stadt, in dem Frida ihre künstlerische Reise begann. Mit Originalzitaten und einem speziell entwickelten Soundtrack wird ihre Gedankenwelt greifbar. Farben, Lichtkunst und digitale Effekte verschmelzen zu einem einzigen Sinneserlebnis.
Die Ausstellung lädt ein in ganz unterschiedliche Räumlichkeiten. In der Kesselhalle folgt eine imposante Installation zum mexikanischen Totenfest "Día de los Muertos". Ein 3 Meter hoher Totenkopf wird von Lichtprojektionen und farbenprächtigen Details umgeben. Diese Installation macht Fridas kulturelle Wurzeln und die symbolische Kraft Mexikos erfahrbar.
In den Türmen des Kunstkraftwerks laden interaktive Stationen zum Erkunden ein. Sie erwecken Fridas Werke durch Berühren zum Leben. Das multimediale "Blühende Haus" regt dazu an, sich mit botanischen Motiven kreativ auseinanderzusetzen. Ein biografischer Parcours zeichnet Fridas Lebensweg nach, während andere Stationen ihre Rolle als Mode-Ikone beleuchten. Einige Bilder werden durch Augmented Reality zum Leben erweckt. Die Ausstellung auf diese Weise künstlerische Radikalität mit innovativer Technologie und macht Frida Kahlos Stärke, Verletzlichkeit und künstlerische Kraft spürbar.