Die Europäischen Tage des Kunsthandwerks gehen ursprünglich auf eine Initiative des Französischen Ministeriums für Handwerk aus dem Jahr 2002 zurück. Seit 2018 organisieren alle drei sächsischen Handwerkskammern das dreitägige Event gemeinsam. Sachsen ist dabei regelmäßig das Bundesland mit den meisten Teilnehmenden – ein Zeichen für die besondere Dichte und Vielfalt der sächsischen Kunsthandwerkslandschaft. Europaweit beteiligen sich mittlerweile 24 Länder an dem Frühjahresevent.
Das Spektrum der teilnehmenden Betriebe reicht von traditionellen Kunsthandwerkszweigen bis zu innovativen Designwerkstätten. Die Kunsthandwerker und Kunsthandwerkerinnen können bei ihrer Arbeit beobachten werden – beim Schnitzen, Töpfern, Schmieden, Nähen oder Orgelbau. Kleinkonzerte, Sonderführungen und Ausstellungen ergänzen das Programm. Wer selbst aktiv werden möchte, findet zahlreiche Workshops zum Mitmachen. Einige Angebote erfordern eine Voranmeldung oder sind kostenpflichtig – das ist jeweils im Profil der Werkstatt vermerkt.
Sachsens Kunsthandwerk hat auch regionalwirtschaftlich erhebliche Bedeutung: Über 1.500 Unternehmen mit rund 10.800 Beschäftigten erwirtschaften jährlich etwa 635 Millionen Euro. Die Tage des Kunsthandwerks machen dieses Potenzial für ein breites Publikum erfahrbar und bieten gleichzeitig eine Gelegenheit, Ausbildungsberufe im kreativen Handwerk unmittelbar kennenzulernen.
Eine digitale Übersicht aller teilnehmenden Betriebe in Sachsen mit Standorten und Öffnungszeiten gibt es hier: