FAQ


Grundlagen des Schienenpersonennahverkehrs

Für die Organisation des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) sind in Deutschland die Bundesländer zuständig. Die Bundesländer verantworten diese Aufgabe als Aufgabenträger, wobei beispielsweise der Freistaat Sachsen von der Möglichkeit Gebrauch gemacht hat, diese Zuständigkeit auf entsprechende kommunale Zweckverbände zu übertragen.

Die Verantwortung für die Planung und Gestaltung der Verkehre sowie deren Finanzierung liegen damit in der Hand der Aufgabenträger. Der Bund stellt dafür Mittel aus Steuereinnahmen zur Verfügung.

In Nahverkehrsplänen schreiben die Aufgabenträger auf der Basis von Verkehrsanalysen und -prognosen die Grundsätze für den SPNV in ihrem Zuständigkeitsgebiet fest und schaffen damit eine tragfähige und finanziell realistische Grundlage für die Ausgestaltung des SPNV.

Mit der Durchführung der geplanten Verkehrsleistungen beauftragen die Aufgabenträger wiederum Eisenbahnverkehrsunternehmen, die für diese Leistungen von den Aufgabenträgern eine entsprechende Vergütung erhalten.

Diese Beauftragung erfolgt durch Vergabeentscheidungen. Die Aufgabenträger können dazu Verkehrsleistungen auf einzelnen Strecken oder Netzen europaweit ausschreiben. In einem Wettbewerbsverfahren wird dann unter verschiedenen Bietern der wirtschaftlich günstigste Anbieter ermittelt, der daraufhin den Auftrag (Verkehrsvertrag) zur Erbringung der ausgeschriebenen Leistungen erhält.

Im Vergabeverfahren geben die Aufgabenträger auf der Basis ihrer Nahverkehrspläne Mindestanforderungen in Form konkreter Fahrpläne inkl. Anschlussbeziehungen, Sitzplatzkapazitäten, Fahrzeugausstattungen usw. vor, die von allen Bietern gleichermaßen zu erfüllen sind, sodass die Vergleichbarkeit der Angebote gewährleistet ist.

Um ein verkehrlich sinnvolles und für den Fahrgast attraktives Angebot zu schaffen, ist bei Verkehrslinien, die die Grenzen eines Aufgabenträgergebietes überschreiten, eine Zusammenarbeit benachbarter Aufgabenträger erforderlich. Gemeinsam wird dabei entschieden, wie das Verkehrsangebot künftig auszugestalten ist.

Das Mitteldeutsche S-Bahn-Netz wurde von den folgenden sechs Aufgabenträgern gemeinsam geplant und im Ausschreibungsverfahren an die S-Bahn Mitteldeutschland vergeben.

• Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL)
• Zweckverband Verkehrsverbund Oberelbe (Z-VOE)
• Zweckverband Verkehrsverbund Mittelsachsen (ZVMS)
• Land Sachsen-Anhalt
• Freistaat Thüringen
• Land Brandenburg

Das Netz der S-Bahn Mitteldeutschland

Durch die Zusammenführung und Neustrukturierung der bisherigen S-Bahn-, Regionalbahn- und Regional-Express-Linien werden insgesamt sechs S-Bahn-Linien geschaffen, die sich durch einen dichten, integrierten Taktfahrplan auszeichnen und durch den City-Tunnel Leipzig verkehren. Sie werden durch die S-Bahn Linie 7 in Halle / Saale ergänzt. Gemeinsam haben die Aufgabenträger die S-Bahn Mitteldeutschland im Herbst 2010 mit der Erbringung der Verkehrsleistungen in diesem Nahverkehrsnetz von Dezember 2013 bis Dezember 2025 beauftragt.

Wo gibt es die Fahrpläne?

Die Fahrpläne der S-Bahn Mitteldeutschland befinden sich in gedruckter Form in den Verkaufsstellen entlang der Strecken. Die sogenannten „S-Pläne“ finden Sie in allen Zügen der S-Bahn Mitteldeutschland und als Download auf unserer Internetseite. Hier können Sie sich außerdem Ihren individuellen Fahrplan ganz einfach online zusammenstellen. Und wenn Sie unterwegs sind? Dann nutzen Sie doch die DB Navigator-App oder die Apps der Verkehrsverbünde.

Welche Linien gibt es?

Sechs S-Bahn-Linien erstrecken sich auf insgesamt 465 Kilometern im Mitteldeutschen S-Bahn-Netz und führen in einem dichten, integrierten Takt durch den City-Tunnel Leipzig.

Die S7 gewährleistet die Anbindung in Halle (Saale) vom Hauptbahnhof nach Nietleben.

S1 Leipzig Miltitzer Allee/Leipzig Messe - Stötteritz
S2 Dessau Hbf - Bitterfeld - Delitzsch – Leipzig - Connewitz - Gaschwitz
S3 Halle Trotha - Halle (Saale) Hbf – Schkeuditz – Leipzig - Borna – Geithain
S4 Oschatz – Wurzen – Stötteritz – Leipzig - Thekla - Eilenburg - Torgau - Hoyerswerda
S5 Halle (Saale) Hbf - Leipzig/Halle Flughafen –Leipzig - Altenburg - Zwickau Hbf
S5X Leipzig/Halle Flughafen –Leipzig - Altenburg - Zwickau Hbf
S7 Halle (Saale) Hbf - Halle (Saale) Nietleben

Gelten Verbundfahrkarten?

Ihre Verbundfahrkarte wird in Bus, Bahn und Straßenbahn des jeweiligen Verbundes anerkannt. Bei Fahrten über die Verbundgrenzen gilt der DB-Tarif.

Wo kann ich Tickets kaufen? Auch im Zug?

Hier erhalten Sie Ihre Fahrkarte:
• am DB Automaten auf Bahnhöfen und Stationen mit einfacher Start-Ziel-Suche
• als Online- oder Handy-Ticket unter www.bahn.de
• in unseren S-Punkten sowie DB Reisezentren, DB Reisebüros und DB Agenturen mit persönlicher Beratung; alle Verkaufsstellen im Internet unter www.bahn.de/verkaufsstellen
• im Zug: Ist die Verkaufsstelle am Einstiegsbahnhof nicht geöffnet, kein Fahrkartenautomat vorhanden oder betriebsbereit? Konnten Sie aus anderen Gründen noch keine Fahrkarte erwerben? Dann melden Sie sich sofort bei Ihrem Kundenbetreuer, der am Zug für Hilfestellungen und zum aufpreisfreien Erwerb Ihrer Fahrkarte bereitsteht (Abweichende Regelungen gelten im VBB).

Welche Fahrzeuge werden durch die S-Bahn Mitteldeutschland eingesetzt und warum sind sie silbern?

Im Einsatz sind Fahrzeuge der Baureihe Talent 2 von Bombardier. Für die Ausschreibung war eine Außenlackierung der Fahrzeuge in Weißaluminium bzw. Graualuminium von den Aufgabenträgern vorgegeben. Basierend darauf haben wir die Fahrzeuge in das Designkonzept der S-Bahn Mitteldeutschland eingebettet. Die Wagenkästen sind deshalb in der Farbe Weißaluminium, die Türen in der Farbe "S-Bahn-Grün" lackiert.
Weitere Informationen

Wo werden die neuen Fahrzeuge der S-Bahn Mitteldeutschland gewartet?

Die Züge der S-Bahn Mitteldeutschland werden in der Werkstatt in Halle (Saale) gewartet.

Wo kann ich mich um einen Arbeitsplatz bei der S-Bahn Mitteldeutschland bewerben?

An wen kann ich mich wenden, wenn ich mehr Fragen habe?

Wenden Sie sich mit Ihren Fragen oder Anregungen gern an unseren Kundendialog in Leipzig.
Hier geht’s zum Kundendialog